AsSw Aquarium

Das große Aquaristik-Archiv

  • Home
  • Aquarium kaufen
  • ASSW 2006

Ersteinrichtung des Aquariums

in Meerwasseraquaristik

Gestaltung der Riffwand

Zur Ersteinrichtung des Meerwasseraquariums wurden ca. 1000 kg Lochgestein verwendet. Der Grundaufbau be­stimmt das spätere Aussehen des Riffs ganz entscheidend. MeerwasseraquariumMan strebt als leiden­schaftlicher Taucher eine möglichst naturnahe Ausgestaltung von Meerwasseraquarien an, daher wurde auf das Positionieren des toten Gesteins viel Sorgfalt verwendet. Es sollte eine optisch möglichst große Tiefenwirkung erreicht werden. An der der Wand zugekehrten Seite entstand eine Riffwand, ebenso um den Ablaufkasten. Zwischen diesen Wänden wurden einige Brücken eingefügt, die später wie natürliche Grotten und Überhänge aussehen wer­den. Da eine spätere Korrektur des Aufbaus nicht möglich ist, wurden die Steine so gesetzt, daß sie überwiegend durch ihr Eigengewicht unverrück­bar auf ihrem Platz bleiben. Auch die Brücken wurden entsprechend verkeilt. An kritischen Stel­len wurde der Aufbau zusätzlich mittels Kabelbin­dern gesichert.

Nun erfolgte die Erstbefüllung mit Salzwasser. Verwendet wurden Altwasser aus den Vorräten von „Nautilus” und frisch angesetztes Meerwasser aus zuvor gesammeltem Osmosewasser. Um die erforderlichen 7000 Liter zu erhalten. mußte zuletzt auch noch mit Salz versetztes Leitungswasser ver­wendet werden. Eine Woche später wurden 700 kg lebende Steine eingepaßt. Es sind inzwi­schen bereits die ersten Salzwasser-Zierfische in das Meerwasseraquarium eingezogen und erfreuen sich bislang guter Gesundheit.

Meerwasseraquarium Technik

in Meerwasseraquaristik

Beleuchtung

Über dem Meerwasseraquarium ist deckenhoch ein stählerner Lichtkasten installiert. Als sehr praktisch erwiesen sich die darin kreuzweise verschraubten Alumini­umleisten, an denen die Beleuchtungselemente variabel angebracht werden können. Die endgül­tige Positionierung erfolgte erst nach dem Erstel­len des Grundaufbaus mit Gestein, um eine opti­male Ausleuchtung zu gewährleisten. Es wurden sechs HQI-Leuchten und acht Leuchtstofflampen (Daylight) kreisförmig um den Ablaufkasten herum gehängt. Als ein besonderer Zusatz wurde nun noch ein mondphasengesteuertes Nachtlicht installiert. Bei Inbetriebnahme der Anlage zeigte sich, daß die Lampen soviel Wärme liefern, so daß nicht nur auf eine Heizung verzichtet werden kann, sondern im Gegenteil sogar der zusätzliche Einbau einer Kühlanlage für das Meerwasseraquarium nötig sein wird.

Überwachungscomputer für das Aquarium

Eine manuelle Überwachung ist bei den hier be­schriebenen Dimensionen nahezu unmöglich, da­her ist im Technikraum zur Steuerung und Kon­trolle ein Computer installiert. Er mißt und steuert pH-Wert, Redox-Wert und Leitwert sowie den Wasserstand. Der Wasserstand im Meerwasseraquarium wird durch Abfluß und Pumpen konstant gehalten. Die Wassermenge des Auffangbeckens wird vorn Computer gemes­sen und aus dem Nachfüllkasten mit Osmosewas­ser ergänzt (die Osmoseanlage schaltet sich bei der hier benötigten Wassermenge von selbst über ein Magnetventil ca. alle 30 Minuten ein. Ein ma­nuelles Spülen erübrigt sich). Sinkt der Leitwert im Auffangbecken unter einen kritischen Wert, wird durch den Computer aus einem zweiten Nachfülltank mit gesättigter Salzlösung die ent­sprechende Menge nachdosiert, bis der optimale Wert erreicht ist.

Wasserkreislauf im Meerwasseraquarium

in Meerwasseraquaristik

Der Wasserkreislauf im Meerwasseraquarium

Oberflächenwasser läuft über einen Kamm in den mit Biobällen gefüllten Ablaufkasten. In die­sen Kasten ragen zwei PVC-Rohre. Hier fließt das gesammelte Wasser des Meerwasseraquariums durch Schlitze in die Rohre und wird durch eine Öffnung in der Decke in den Rieselfilter im Keller geführt. Dieser selbstgefer­tigte Filter besteht aus neun verschieden hohen Kunststoffkästen, in deren Böden mittels Bohrma­schine (und großer Ausdauer) eine Unzahl von Löchern gebohrt wurden. Gefüllt wurde er mit Korallenbruch und lebenden Steinen. (Übrigens scheint mir persönlich das Wort „Riesel”-Filter hier fehl am Platz, denn man hat den akustischen Eindruck, an den Niagarafällen zu stehen.) Dieser Filter steht in einem Auffangbecken. Von dort wird das Wasser zum Eiweißabschäumer und mit zwei Hauptpumpen zurück zum eigentlichen Meerwasseraquarium geleitet. Mit dem Rohrsystem einer der Pumpen ist zur Reinigung von Bakterien eine UV-Röhre verbunden.
Als Problem erwies sich der hohe Lärmpegel über dem Meerwasseraquarium. Durch die große Menge des ablaufenden Wassers in den Ablaufkasten ent­stand ein deutliches Rauschen, das durch den stählernen Lichtkasten über dem Aquarium noch verstärkt wurde. Erst auf den Ablaufkasten aufge­legte Styroporplatten dämpften das Geräusch.

Die Strömung im Becken

Ein Zulaufrohr verteilt das Wasser im vorderen Bereich, das andere teilt sich in zwei kleinere Rohre und beströmt mehr die Wandseite. Da die dadurch erzeugte Strömung für ein Meerwasseraquarium dieser Größe nicht ausreicht, wurden im Bereich der Wandseite in verschiedenen Höhen zusätzlich sechs Tunze-Pumpen (ä 4000 1/h) in die Dekora­tion eingebaut. Damit soll eine Totraumbildung weitgehend verhindert werden. Die Pumpen sind 24 Stunden in Betrieb und werden gepulst einge­setzt, so daß kein Strömungswechsel, sondern nur eine Wellenschlagnachahmung erzielt wird.

Das Meerwasseraquarium

in Meerwasseraquaristik

Neueinrichtung eines Meerwasseraquarium

Zwölf Jahre lang pflegte und züchtete Herr Wagner verschiedenste Süßwasserfische, bevor er sich mit der Meeresaquaristik zu beschäftigen begann. aquarium_main_page.jpgIn den folgenden sechs Jahren hielt er die unterschiedlichsten Fische, Korallen und andere Wirbellose. In dieser Zeit wurde er Stammkunde bei „Nautilus”. Beim Hausbau verwirklichte sich Thomas nun einen lang geheg­ten Traum: ein eigenes Meerwasseraquarium im Wohnzimmer, groß genug, einem davor stehenden Betrachter das Gefühl zu vermitteln, sich auf einem Tauchgang zu befinden. Obwohl ich selbst erst seit kurzer Zeit Meeresaquaristik betreibe, hat man mich damit betraut, die Entstehung dieses Meerwasseraquariums zu dokumentieren. Im diesem ersten Teil werden Aquarien­aufbau, technische Anlagen und Grundaufbau des Meerwasseraquarium beschrieben.

Ein Meerwasseraquarium entsteht

Bereits bei der Planung des Hauses wurde das Meerwasseraquarium mit einbezogen. Der darunter befindli­che Sockel von 60 cm Höhe wurde aus Ziegeln ge­mauert und steht auf 50 cm dicken, tragenden Mauern aus Stahlbeton, die eine Tragfähigkeit von 15 Tonnen aufweisen. Im Keller direkt darunter befindet sich ein eigener Technikraum für War­tung und Kontrolle. Das eigentliche Meerwasseraquarium be­steht aus 30 mm starkem Verbundglas, ist 2 m breit, 2,80 m lang und 1,20 m hoch und wurde vom Glaser vor Ort verklebt. Da eine einzelne Scheibe zu starken Spannungen ausgesetzt wäre, ist der Glasboden aus drei Teilen gefertigt und durch sechs zusätzliche Glasstreifen verstärkt. Mittig im Aquarium befindet sich der Ablaufkasten (35 x 37 x 112 cm). Vor Inbetriebnahme der An­lage wurde die Dichtigkeit des Aquariums einige Tage lang mit Süßwasser geprüft.

Suche


Neuste Beiträge

  • Eckaquarium
  • Aquarium Unterschrank
  • Futtertabletten TabiMin
  • Futtertabletten und Flockenfutter
  • Flockenfutter TetraRubin und TetraPhyll
  • TetraMin Flockenfutter
  • Zierfischfutter im Vergleich
  • Starke Schneckenvermehrung im Aquarium
  • Reinigung des Aquariumbeckens
  • 12 Punkte für die Einrichtung Ihres Aquariums Teil 3

Kategorien

  • Allgemein
  • Aquarieneinrichtung
  • Aquariumbeleuchtung
  • Kaltwasserfische
  • Meerwasseraquaristik
  • Schädlinge-Nützlinge
  • Zierfischarten
  • Zierfischfutter
  • Zierfischzucht
© 2008 Wired by AsSw Aquarium

Impressum | Datenschutz