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Koi Zuchtformen

in Kaltwasserfische

Koromo

Der Koromo ist eine Kreuzung aus dem Kohaku (1) und Asagi (7). Koromo heißt, wörtlich übersetzt, bekleidet oder überzogen, und besagt, daß das bläuli­che Farbkleid des Asagi über das rot-weiße Grund­muster des Kohaku gelegt ist. Die halbmondförmigen Blaufärbungen am Schup­penrand finden sich bei guten Tieren stets nur über den roten Hautzeichnun­gen, so daß an diesen Stel­len der Eindruck eines Netzmusters entsteht. jun­ge Koromos sollten noch keine ausgeprägte Netz­zeichnung aufweisen, da sich diese mit zunehmen­dem Alter verstärkt und evtl. das Rot verdecken könnte.

Asagi / Shusui

Asagi. Die Grundfarbe des Körpers ist blaugrau, der Kopf weiß, Bauch, Brustflossen und Kiemen­deckel ziert ein kräftiges Orangerot. Da die Schup­pen im Zentrum dunkler sind als an den Rändern, ent­steht der Eindruck eines Ma­schennetzes. Im Alter treten im Kopfbereich zuweilen schwarze Flecken auf, das Rot des Bauches zieht über die Flanken hoch. Der Shu­sui gehört in den Asagi-Kom­plex, da er einer Kreuzung aus Asagi und Doitsu (8) entstammt. Die Schuppenreihen ziehen sich nur entlang des Rückenkamms und der Sei­tenlinie. Ein schönes Rot vom Bauch bis zu den Flan­ken, reinweiße Köpfe auch im Alter sind erstrebenswert.

Doitsu

Koi, deren Stammväter deutsche Spiegel- oder Leder­karpfen waren, bekommen den Zusatznamen „Doitsu“ (japanisiert für deutsch). Die­se von der vollständig be­schuppten Wildform abwei­chenden Karpfen sind in nahezu alle Koivariationen eingekreuzt worden. Bei der Bewertung ist die tadellose Schuppenanordnung von Bedeutung. Unregelmäßig über die Haut verstreute Schup­pen gelten als Manko. Die Spiegelkarpfenvariante (Kagami-goi) hat nur Schup­penreihen entlang des Rückenkamms und der Sei­tenlinie, die Lederkarpfen­variante (Kawa-goi) ist schuppenlos oder besitzt nur beidseitig eine Schup­penreihe an der Basis der Rückenflosse.

Tancho

Koi mit einem zentra­len, roten Fleck auf dem Kopf tragen die Bezeich­nung ‘Tancho’. Der Name Tancho ist der roten Kopf­zeichnung des Tancho-Kra­nichs, des japanischen Na­tionalvogels, entlehnt. Die Ähnlichkeit des roten Kopf­schmucks mit der Natio­nalflagge ließen diese Farbform zu einer der be­liebtesten aller Kaivarian­ten werden. Verschiedene Körperzeichnungen sind erlaubt (Kohaku, Sanshoku, Showa usw.), entscheidend für die Bezeichnung ‘Fan­cho’ ist der rote Stirnfleck.

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