Der Wasserkreislauf im Meerwasseraquarium
Oberflächenwasser läuft über einen Kamm in den mit Biobällen gefüllten Ablaufkasten. In diesen Kasten ragen zwei PVC-Rohre. Hier fließt das gesammelte Wasser des Meerwasseraquariums durch Schlitze in die Rohre und wird durch eine Öffnung in der Decke in den Rieselfilter im Keller geführt. Dieser selbstgefertigte Filter besteht aus neun verschieden hohen Kunststoffkästen, in deren Böden mittels Bohrmaschine (und großer Ausdauer) eine Unzahl von Löchern gebohrt wurden. Gefüllt wurde er mit Korallenbruch und lebenden Steinen. (Übrigens scheint mir persönlich das Wort „Riesel”-Filter hier fehl am Platz, denn man hat den akustischen Eindruck, an den Niagarafällen zu stehen.) Dieser Filter steht in einem Auffangbecken. Von dort wird das Wasser zum Eiweißabschäumer und mit zwei Hauptpumpen zurück zum eigentlichen Meerwasseraquarium geleitet. Mit dem Rohrsystem einer der Pumpen ist zur Reinigung von Bakterien eine UV-Röhre verbunden.
Als Problem erwies sich der hohe Lärmpegel über dem Meerwasseraquarium. Durch die große Menge des ablaufenden Wassers in den Ablaufkasten entstand ein deutliches Rauschen, das durch den stählernen Lichtkasten über dem Aquarium noch verstärkt wurde. Erst auf den Ablaufkasten aufgelegte Styroporplatten dämpften das Geräusch.
Die Strömung im Becken
Ein Zulaufrohr verteilt das Wasser im vorderen Bereich, das andere teilt sich in zwei kleinere Rohre und beströmt mehr die Wandseite. Da die dadurch erzeugte Strömung für ein Meerwasseraquarium dieser Größe nicht ausreicht, wurden im Bereich der Wandseite in verschiedenen Höhen zusätzlich sechs Tunze-Pumpen (ä 4000 1/h) in die Dekoration eingebaut. Damit soll eine Totraumbildung weitgehend verhindert werden. Die Pumpen sind 24 Stunden in Betrieb und werden gepulst eingesetzt, so daß kein Strömungswechsel, sondern nur eine Wellenschlagnachahmung erzielt wird.