Der pH-Wert im Diskus-Aquarium sollte inzwischen bei 5,5 - 7,0, die Härte ruhig bei 10 bis 18 Grad dH liegen, zumindest bei der Hälterung. Die Zucht erfordert andere Bedingungen, doch davon später mehr. Ein etwas härteres, an Mineralstoffen reiches Wasser ist für das Wachstum der Diskusfische (Symphysodon) und Pflanzen besser, als ein sehr weiches. Das gilt insbesondere für Nachzuchten, bei Diskuswildfängen sind eher tiefere Werte angebracht Das Senken des pH-Wertes sollte auf keinen Fall durch Säuren erfolgen, da die plötzlichen Veränderungen für den Fischorganismus zu schnell erfolgen und das Wasser in ein ungünstiges Ionenverhältnis gerät Gegebenenfalls kann über Spezialtorf gefiltert werden, der das Wasser nicht zu schnell ansäuert. Kontrollmessungen nicht vergessen.
Der Diskus wird langsam an das neue Aquarienwasser angeglichen. In einen sauberen Eimer lasse ich dazu Aquarienwasser über einen dünnen Luftschlauch etwa 30 Minuten lang zulaufen, bis der Diskus in einem Gemisch aus 1/3 Transport- und 2/3 Aquarienwasser schwimmt. Danach können sie vorsichtig mit einem Kescher in ihre neue Heimat gesetzt werden. Das Mischwasser wegschütten, niemals ins Aquarium geben. Jedes Umsetzen bedeutet für den Diskus Streß, deshalb sind sie genau zu beobachten und erst am nächsten Tag zu füttern. Zur Vermeidung von Mangelerscheinungen muß das Nahrungsangebot abwechslungsreich sein. Verschiedene Arten von Frostfutter, weiße und schwarze Mückenlarven, Krill, Mysis. Artemia und Bachflohkrebse werden gerne vom Diskus genommen und belasten das Wasser nicht zu stark. Rinderherz fördert das Größenwachstum, läßt sich als Trägersubstanz auch mit Trockenfutter anreichern, ist aber in bepflanzten Aquarien nicht ganz unkritisch. Es sollte stets nur soviel gefüttert werden, wie binnen kurzer Zeit aufgenommen werden kann. übriggebliebene Fleischreste sind zu entfernen. Welse der Gattung Ancistrus, einige Corydoras wie z. B. Corydoras sterhai oder C caudimaculatus, die auch höhere Temperaturen vertragen, helfen bei der Bodenreinigung, Eine Vergesellschaftung des Diskus mit kleinen Salmlern und Zwergcichliden ist ebenfalls machbar.
Grundsätzlich sollten alle nach dem Erstbesatz neu dazugekommenen Diskusfische eine mindestens sechswöchige Quarantänezeit durchlaufen, in der sie zu beobachten sind. Dabei habe ich mir folgende Vorgehensweise angeeignet. Zum Diskus im Quarantänebecken werden nach zwei Wochen wenige Jungfische gesetzt und weitere vier Wochen beobachtet. Zeigen dann weder die Neulinge noch die Jungen Anzeichen für eine Krankheit, so können alle umgesetzt werden.
Wenn das Aquarium endlich steht, beschränken sich die weiteren Tätigkeiten auf Wasserwechsel, Reinigung des Vorfilters, Füttern und Beobachten der Diskusgruppe. Regelmäßig, besonders in der Anfangsphase, muß der Nitritgehalt überprüft werden. Gewöhnt man sich einen wöchentlichen Teilwasserwechsel an, bei dem man auch Mulm und Kotreste absaugt, wird man keine Probleme mit den Wasserwerten haben. Ein gut gepflegtes Aquarium ist stets ein erfreulicher Blickfang im Wohnraum. Es gibt für einen engagierten Diskusliebhaber kein schöneres Bild, als gesunde Fische der Gattung Symphysodon majestätisch durchs Aquarium schwimmen und wahre Prachtexemplare heranwachsen zu sehen.