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Fortpflanzung im Aquarium

in Zierfischarten

Die Fortpflanzung

Mikrogeophagus ramirezi ist ein Offenbrüter. Nach Eintritt der Geschlechtsreife im Alter von ca. fünf Monaten wird er bei den vorgenannten Pflegebedingungen auch im Gesellschaftsaqua­rium Fortpflanzungsaktivitäten zeigen. Allerdings werden hier kaum Jungfische aufwachsen können. Laichbereite Weibchen sind deutlich am Lei­besumfang und an der angeschwollenen Genital­papille zu erkennen.
Für die gezielte Zucht pflegt man am besten ein Paar in einem Aquarium mit ca. 60 cm Kanten­länge. Die Wasserwerte sollten den Pflegebedin­gungen entsprechen. In der Regel wird eine Elternfamilie, in der beide Geschlechtspartner eine gemeinsame harmonische Brutpflege betreiben, gebildet. Bereits einige Tage vor dem Ablaichen wird ein Platz für das Gelege vorbereitet. Hierzu wird ein Stück Totholz oder ein flacher Stein von beiden Partnern abwechselnd geputzt. Meist werden par­allel noch eine oder mehrere kleine Sandmulden vorbereitet. Abgelaicht wird auf Totholz oder Stei­nen, aber auch direkt in den Sandmulden. Wenn vorhanden, wird auch Falllaub als Laichunterlage genutzt. Je nach Größe und Konstitution des Weibchens umfasst das Gelege zwischen 150 und 350 Eier. Das Gelege wird abwechselnd von bei­den Partnern befächelt. Nach 48 Stunden schlüp­fen die Larven, die in den nächsten Tagen mehr­mals in vorbereitete flache Sandmulden umgebettet werden. Die Jungfische schwimmen nach dem fünften Tag auf und können sofort fri­schgeschlüpfte Artemia-Nauplien aufnehmen.
Häufig wird das Gelege bereits bis zum nächs­ten Tag aufgefressen. Oft wird dieses Verhalten auf die künstliche Aufzucht in den professionellen Züchtereien zurückgeführt. Tatsächlich kommt dies jedoch auch bei Fischen aus natürlicher Auf­zucht und sogar bei Wildfangtieren gelegentlich vor. In solchen Fällen heißt es Geduld bewahren, weiter pflegen und hoffen, dass es bei den näch­sten Malen klappen wird. Wenn es allerdings nach dem fünften oder sechsten Mal nicht klappt, sollte ein Partnerwechsel in Erwägung gezogen werden. Ganz sicher ist davon auszugehen, dass der Schmetterlings-Zwergbuntbarsch, Mikrogeopha­gus ramirezi, auch in Zukunft viele Aquarianer be­geistern wird. Übrigens: der Gattungsname wird wirklich Mikrogeophagus und nicht Microgeo­phagus geschrieben.

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