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Schmetterlingsbuntbarsch

in Zierfischarten

Fundort bei Tucupita im Orinokodelta

Der Orinoko bildet in seinem Delta zahlreiche Überschwemmungswiesen. Diese flachen, stehen­den Gewässer haben oft eine Temperatur von mehr als 30 °C. Sofern sie nicht als Viehtränken genutzt werden, ist das Wasser oft glasklar. Tucu­pita ist eine kleine Ortschaft am westlichen Rande des Deltas. Bereits 8 km vor Tucupita befinden sich links und recht von der Zufahrtsstraße zahl­reiche Überschwemmungswiesen. An einigen Stellen ist ein Seitenarm des Orinoko sehr nahe. Der Boden dieser Gewässer ist weich und schlam­mig. Im flachen Randbereich konnte ich zwischen den bodenbedeckenden Gräsern Jungfische von Mikrogeophagus ramirezi und Apistogramma hognei fangen. Sehr unangenehm waren die hier in großen Mengen lebenden schwarzen Blutegel, die sich bereits nach kurzer Eintauchzeit im Was­ser von den Gräsern lösten und an den Händen anhefteten.
Einzelne tiefere Senken waren frei von jedem Bewuchs. Hier waren größere Schwärme von aus­gewachsenen Zwergcichliden, vermutlich Mikro­geophagus ramirezi und Apistogramma hognei, im klaren Wasser zu beobachten. Die Fluchtdistanz betrug jedoch mehr als 2 m. Sobald man sich näherte, flüchteten die Fische in Wassertiefen von mehr als 1 m. Neben M. ramirezi und A. hognei konnte ich hier noch Mesonauta sp., Micropoeci­ha picta, Poecilia reticulata und verschiedene Salmler nachweisen werden.

Wildfänge sind seltener

Obwohl die Exporteure in Venezuela und Kolum­bien Mikrogeophagus ramirezi regelmäßig in ihren Listen anbieten, werden sie von den deutschen Importeuren nur sporadisch geordert. Entspre­chend seiner großen Beliebtheit, wird der Schmet­terlings Zwergbuntbarsch nämlich von vielen Züchtereien und sehr vielen Hobbyzüchtern in Europa und Asien seit einigen Jahrzehnten in großer Anzahl für den Handel regelmäßig nachge­züchtet. Die Nachzuchttiere aus solchen Züchte­reien unterscheiden sich im Körper und in der Färbung meist von den Wildfangtieren. Diese oft etwas bulliger wirkenden Nachzuchttiere schei­nen sich recht gut an die Bedingungen der Aqua­rienhaltung angepasst zu haben. Denn im Allge­meinen ist der Schmetterlings Zwergbuntbarsch -vor allem als Wildfang - zwar kein Problemfisch, aber durchaus ein anspruchsvoller Fisch, dessen Pflege schon mit wachsamen Augen begleitet wer­den sollte.

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