Zuchtformen
Neben den Zuchtstämmen, die im Erscheinungsbild der Wildform sehr ähnlich geblieben sind, existieren einige Zuchtformen, die sich auf den ersten Blick sehr deutlich von der Wildform unterscheiden. Bereits Ende der 1960-er Jahre wurden aus Asien „Blaue Ramirezi” importiert. Diese Fische besaßen einen sehr kräftigen Körper. Die vorderen Membranen der Rückenflosse und die Bauchflossen waren nur wenig ausgezogen. Anstelle von Rot und Gelb zeigte diese Zuchtform eine sehr intensive Blaufärbung. Noch heute gelangen Importe aus Asien nach Deutschland, die eine Weiterentwicklung dieses Stammes darstellen. Die auffälligste und auch bekannteste Zuchtform des Schmetterlings- zwergbuntbarsches ist der Goldene Ramirezi. Obwohl viele Aquarianer Zuchtformen allgemein skeptisch gegenüber stehen, kann man diese Form, die erst in den letzten Jahren von Züchtern aus Tschechien zu dieser Farbintensität entwickelt wurden, als eine hübsche Bereicherung für die Aquaristik bezeichnen. Bei dieser Zuchtform blieben die Körperform und die elegante Form der Flossen vollkommen erhalten. Allerdings zeigen erst geschlechtsreife Exemplare bei guter Pflege ihre herrliche Färbung. Jungfische wirken in Händlerbecken unscheinbar und lassen von ihrer späteren Prachtfärbung noch wenig erahnen. Seit vielen Jahren ist auch eine „Schleierform” bekannt. Diese Fische stimmen im Körper und in der Färbung zwar weitgehend mit der Wildform überein. jedoch sind sämtliche Flossen, auch die nicht gut erkennbaren Brustflossen, unregelmäßig schleierförmig vergrößert. Bisher wurde diese Zuchtform nur sporadisch aus Osteuropa und aus Indonesien nach Deutschland importiert. Offensichtlich und gottlob konnte sie sich bisher in der deutschen Aquaristik keinen festen Platz erobern.